Gedanken an und über Hunde und Menschen an einem regnerischen Tag im Mai

Ach, da fällt mir noch der Tierschutz ein. Tierschutz = Tierschutz? Nö! Kann gut gemacht sein oder richtig schlimm. Schaue ich in unsere Tierheime, überfallen mich hoch traurige Gefühle, die nachhallen. Hunde, die im Tierheim landen, nicht nur in einer menschlichen Notlage als vorübergehender Hort, bis ein neuer Mensch gefunden wird. Das wäre ja ein Traum. Nein, da wird an der Tierheimschwelle auch oft “das Problem” bei den Tierpfleger*innen abgegeben. Man selbst ist es los. Und die, die sich um diese Tiere/ Hunde kümmern, leisten eine schwere Arbeit und müssen täglich aushalten, was andere einfach abgegeben haben. Das will ausgehalten werden: ein Hund, von dem man weiß, er wird es schwer haben ein neues Zuhause zu finden, das ihm das gibt, was er als hochsoziales Lebewesen braucht. Mir erscheint das schwierig, dann nach Feierabend emotional abzuschalten. Mir tun sie einfach leid, die Staff’s und all die anderen, die aus Prestigegründen über dubiose Kanäle in Hände gelangen, denen sie dann über den Kopf wachsen und bei dem das Wirken des Menschen auch noch Teil an der Geschichte des Hundeschicksals ist -oder war sollte man besser sagen. Ja, ja, ich weiß, nicht alle Menschen sind so. Stimmt!
Gucken wir doch mal zum Auslandstierschutz. Ein großer Teil meiner Hunde sind bzw. waren aus dem Ausland. Würde ich immer wieder machen! Weil ich weiß, welche Vereine und Tierschutzorganisationen das gut machen und auch können. Ganz viele Auslandshunde passen wunderbar zu uns. Aber was ist mit den anderen? Wo es dann doch nicht so passt? Selten? Nö! Da kommt regelmäßig der Anruf mit der ein und selben Story: Ich habe einen Hund aus dem Ausland und er beißt, lässt niemanden mehr rein, kann nicht raus, weil vor allem Angst… Schön, wenn sich die Thematik auffangen lässt. Einfach zum Kotzen, wenn nichts mehr geht, der Hund nicht passt und seine Rettung sich als Albtraum für alle herausstellt. Hat man dann noch einen Verein an der Seite, der nicht weiß wohin mit dem Hund, der den Haltern alle “Schuld” zuweist, ist die Betroffenheit groß und die emotionale Belastung enorm. Gerettet? Vielen Dank dafür! Ja, ja, ich weiß, es gibt doch so viele tolle Tierschützer, die nur für die Tiere leben und alles opfern! Diese Art macht mich eher hellhörig und kritisch! Und ich liebe Tierschutzvereine und Tierschützer mit Herz und Verstand – das stimmt wirklich!!! Und es gibt sie wirklich!!!
Ist alles grau und pessimistisch in meiner Welt? Nein, ganz und gar nicht. Ich liebe was ich tue und kann es mir halt manchmal einfach nicht verkneifen, eine andere Seite zu benennen, statt nur markt- und kundenorientiert mich zu äußern. Also irgendwie… in meinem Alter… mit fast 51 Jahren… will ich das auch nicht mehr!