Der §11 Abs.1 Nr. 8 Buchstabe f Tierschutzgesetz

 

Die Erlaubnis zum Betrieb einer gewerblichen Hunde… Was heißt das eigentlich und wie ist das denn nun mit dem Beruf des Hundetrainers?

Eines sollten Sie wissen: Der Beruf des Hundetrainers ist nicht geschützt!

Und gleich vorweg: Die Überprüfung zur Erteilung der Sachkunde nach §11 Tierschutzgesetz stellt KEIN „Güte- oder Qualitätssiegel“ dar, sondern lediglich die Erlaubnis zum Führen einer Hundeschule im gewerblichen Rahmen.

Die Erlaubniserteilung unterliegt den Kreisveterinärämtern und bedeutet somit nur die Erfüllung von Mindestanforderungen an Sachkundekenntnissen. Für die Erlaubniserteilung zur Berufsausübung ist es nicht notwendig, dass der Antragsteller eine Ausbildung absolviert hat. Zudem unterliegt die behördliche Erlaubniserteilung zum Betrieb der gewerblichen Hundeschule bundesweit keinen einheitlichen Prüfkriterien. Insofern fließen, je nach Prüfer, auch persönliche oder gar ideologische Einstellungen in Prüfungen ein und wirken sich auf das Prüfungsergebnis aus. Zu recht oder unrecht? Wer weiß! Jeder hat das Recht auf eine Einzelfallentscheidung! Vereinstrainer unterliegen dieser Regelung nicht. Trotzdem kann es in Vereinen auch gute Trainer geben. Ebenso gibt es sehr gute Trainer, die seit der Einführung im Jahr 2014, dieser Regelung widersprochen haben, z. T. dahingehend, dass der Betrieb der Hundeschule erst einmal auf Eis lag und nicht mehr im gewerblichen Rahmen ausgeübt werden durfte. Trotz hoher Kompetenz im Umgang mit Hunden und Menschen.

Eine Trainerausbildung im Sinne eines dualen Ausbildungsberufes gibt es nicht! Ebenso gibt es kein Studiengang/ Studium! Ein Studium beinhaltet die Ausbildung an einer Hochschule (Universität) oder Fachhochschule, das nur mit der Hochschulreife (Abitur) oder Fachhochschulreife absolviert werden kann. Wer ein Hochschul- oder Fachhochschulstudium erfolgreich abgeschlossen hat, erhielt früher ein Diplom, Magister Artium oder Staatsexamen, heute Bachelor- oder Masterstudiengänge. Gemäß Duden kann „studieren“ -abgeleitet von „studere“- auch bedeuten: etwas erforschen, genauer beobachten oder untersuchen. Diese Art des Studierens kann also jeder im privaten Rahmen.

Der Beruf und Begriff „Hundetrainer“ ist kein geschützter Begriff oder Beruf. Aus rechtlicher Sicht kann sich jeder so nennen. Ebenso verhält es sich mit intellektuell anmutenden Begriffen wie „Tierpsychologie“, „Hundepsychologie“, „Hundeverhaltenstherapeut“ u. ä. Es existieren auch keine staatliche anerkannten Diplome!

Schwierig zu wissen, wer was kann und wer nicht. Menschen mögen Zertifikate, Titel, Stempel und Embleme. Aber mal ehrlich: Wo kein Leidensdruck im Zusammenleben mit dem Hund besteht, spielen doch auch immer Gefühle, Erziehungseinstellungen und Sympathien eine große Rolle bei der Wahl eines Hundestrainers!